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Mittelzentren in Rhein-Neckar beweisen Stärke im Einzelhandel.

Anja Kappeler, Standort- und Einzelhandelsexpertin von GfK GeoMarketing, beschreibt die Metropolregion Rhein-Neckar als attraktiven Einzelhandelsstandort. Dies ist das Ergebnis aus Vor-Ort-Untersuchungen und Studien von GfK GeoMarketing zu den großen Zentren Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen sowie den Mittelzentren. Zwar seien die drei Oberzentren Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen die dominierenden Einzelhandelsstandorte, jedoch können auch viele Mittelzentren mit hohen Einzelhandelszentralitäten punkten.

„Mannheim ist mit etwa 570.000 m² Verkaufsfläche und einem Einzelhandelsumsatz von über 2,1 Mrd. Euro schon einer der Top 20 Einzelhandelsstandorte in Deutschland." Die einwohnermäßig deutlich kleineren Städte Ludwigshafen und Heidelberg spielen mit Verkaufsflächen von 275.000 m² bzw. 237.000 m² zwar in einer deutlich niedrigeren Liga, bilden dennoch gemeinsam mit Mannheim die "Big 3" der Metropolregion. Gleichzeitig wies Kappeler darauf hin, dass Ludwigshafen mit der in Bau befindlichen Rhein Galerie zukünftig deutlich an Fläche und Einzelhandelsattraktivität hinzugewinnen wird. Auch Heidelberg plane eine Stärkung des Innenstadt-Einzelhandels.

Gemeinsam vereinen die drei Oberzentren der Region laut Studien von GfK GeoMarketing rund 3.176 Mio. Euro Einzelhandelskaufkraft auf sich, die übrigen Städte und Gemeinden der Rhein-Neckar-Region hingegen das Dreifache, nämlich rund 9.461 Mio. Euro. Dem gegenüber steht ein Einzelhandelsumsatz von 3.815 Mio. Euro in den drei Großstädten und 5.746 Mio. Euro in den Einzelhandelszentren der restlichen Metropolregion. Trotz bestehender Kaufkraftabflüsse vereinen die Mittelstädte der Metropolregion somit ein erheblich größeres Umsatzvolumen auf sich als die drei Oberzentren zusammen. Dies deutet darauf hin, dass auch jenseits der drei Großstädte zum Teil starke und interessante Einzelhandelsmärkte in der Rhein-Neckar-Region bestehen.

"Eindrücklich unterstrichen wird dies durch die Zentralität, also die Attraktivität des Einzelhandels auf die Kaufkraft aus dem Umland, die in vielen Mittelzentren der Region weit überdurchschnittlich ist", meinte Kappeler. Zwar lassen in einigen Städten Sondereffekte die Zentralität in die Höhe schnellen, wie beispielsweise Ikea in Walldorf, Möbelhaus Höffner in Schwetzingen oder das Rhein-Neckar-Einkaufszentrum in Viernheim." Aber auch andere Mittelstädte, wie z.B. Mosbach oder Landau (Pfalz), können mit sehr hohen Einzelhandelszentralitäten punkten.", so Kappeler.

Angesichts des weiteren Ausbaus des Einzelhandels in den Oberzentren werden die Mittelstädte nach Einschätzung der GfK Einzelhandelsexpertin zukünftig unter zunehmendem Druck stehen, um ihre Position zu halten oder auszubauen. Positiv erweist es sich dabei, dass Projektentwickler klassischer Einkaufszentren seit einiger Zeit zunehmend die Mittelstädte im Visier haben. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung der "Weinheim Galerie" in der Weinheimer Innenstadt.

Insgesamt stellt Kappeler für den Einzelhandelsstandort Rhein-Neckar eine positive Zukunftsprognose: „Die Rahmenbedingungen stimmen. Gleichzeitig werden sich sowohl die Städte insgesamt als auch die Einzelhändler auf die stärker werdende regionale Wettbewerbssituation stets neu einstellen und weiter profilieren müssen."

Quelle: Property Magazine, 15.07.2009




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